Ein behindertengerechter Umbau ist oft unvermeidbar, etwa bei einer schweren Behinderung oder nach einer gravierenden gesundheitlichen Veränderung. Die Kosten können schnell sehr hoch ausfallen. Umso wichtiger ist es, den behindertengerechten Umbau als außergewöhnliche Belastungen richtig abzusetzen. Genau hier liegt allerdings eine steuerliche Besonderheit, die viele Betroffene erst spät erkennen: Hohe Umbaukosten sind zwar grundsätzlich abziehbar, lassen sich aber regelmäßig nicht auf mehrere Jahre verteilen.
Schlagwort: außergewöhnliche Belastungen
Heimunterbringung: Wann Kosten steuerlich abziehbar sind
Die Heimunterbringung spielt im Steuerrecht eine wichtige Rolle, wenn es um den Abzug außergewöhnlicher Belastungen geht. Viele Betroffene gehen davon aus, dass sämtliche Heimkosten steuerlich berücksichtigt werden können. Das ist jedoch nur teilweise richtig. Besonders problematisch wird es, wenn nur ein Ehepartner pflegebedürftig ist, der andere aber freiwillig mit in das Heim zieht.
Heimkosten der Eltern steuerlich absetzen
Wenn Eltern in einem Pflege- oder Altenheim leben, reichen ihre eigenen Einkünfte oft nicht aus, um die Kosten vollständig zu decken. In vielen Fällen müssen deshalb die Kinder finanziell einspringen. Die entscheidende Frage lautet dann: Lassen sich Heimkosten der Eltern steuerlich absetzen?
Tatsächlich ist ein steuerlicher Abzug möglich. Welche Regelung greift, hängt jedoch stark vom Grund der Heimunterbringung ab. Maßgeblich ist insbesondere, ob der Aufenthalt aus gesundheitlichen Gründen erfolgt oder ausschließlich altersbedingt ist.
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Ländergruppeneinteilung 2025: Diese Länder sind jetzt besser gestellt
Mit der Ländergruppeneinteilung 2025 ändern sich die steuerlichen Rahmenbedingungen für viele Steuerpflichtige, die Kinder oder Angehörige im Ausland unterstützen. Die neue Einteilung führt dazu, dass einzelne Länder steuerlich besser gestellt werden als zuvor. Das wirkt sich unmittelbar auf die Höhe des abziehbaren Unterhalts sowie auf bestimmte Freibeträge aus. Wer betroffen ist, sollte die Änderungen genau kennen, um steuerliche Nachteile zu vermeiden.
Unterhalt an Angehörige steuerlich absetzen: Höchstbetrag 2026 steigt
Wer Unterhalt an Angehörige steuerlich absetzen möchte, kann im Jahr 2026 von einem höheren Höchstbetrag profitieren. Unterhaltszahlungen an bedürftige Personen lassen sich als außergewöhnliche Belastungen geltend machen, sofern bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind. Der folgende Beitrag erläutert verständlich, wie hoch der steuerliche Höchstbetrag 2026 ist, welche Bedingungen gelten und worauf bei der Zahlung unbedingt zu achten ist.
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Pflegepauschbetrag: Welchen Umfang müssen die Pflegeleistungen haben?
Wer Angehörige zu Hause unentgeltlich pflegt, kann steuerlich entlastet werden. Doch welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein, um den Pflegepauschbetrag zu erhalten? In diesem Beitrag erfahren Sie, wann und in welchem Umfang Pflegeleistungen erbracht werden müssen, um den Pflegepauschbetrag nach § 33b Abs. 6 EStG geltend machen zu können.
Steuertipps für Menschen mit Behinderung: Neue kostenlose Broschüre
Menschen mit Behinderung und ihre Angehörigen können von zahlreichen steuerlichen Vorteilen profitieren – oft bleiben diese jedoch ungenutzt. Eine aktuelle Broschüre des Finanzministeriums Baden-Württemberg liefert praxisnahe Steuertipps für Menschen mit Behinderung und hilft dabei, finanzielle Entlastungen besser zu nutzen.
Reha-Maßnahme: Fitnessstudio-Mitgliedschaft bleibt Privatvergnügen
Wer eine ärztlich verordnete Reha-Maßnahme durchführt, kann die selbst getragenen Kosten grundsätzlich als außergewöhnliche Belastungen steuerlich absetzen (§ 33 EStG). Allerdings wird eine zumutbare Eigenbelastung angerechnet, sodass sich die Steuerersparnis oft nur begrenzt auswirkt. Viele Reha-Einrichtungen befinden sich weit entfernt, und lange Anfahrten sind gerade für Schmerzpatienten belastend. Ein Fitnessstudio mit Funktionstraining kann daher eine attraktive Alternative sein. Doch sind die Mitgliedsbeiträge für eine Fitnessstudio-Mitgliedschaft auch steuerlich absetzbar?
Behinderten-Pauschbetrag: Nur noch mit elektronischer Beantragung
Menschen mit Behinderung haben Anspruch auf einen steuerlichen Behinderten-Pauschbetrag, der sich nach dem Grad der Behinderung (GdB) richtet (§ 33b EStG). Ab dem 1. Januar 2026 wird der Nachweis für die Inanspruchnahme des Pauschbetrags vorrangig durch ein elektronisches Mitteilungsverfahren erfolgen. Damit entfällt in vielen Fällen die bisherige Vorlage von Papierdokumenten.
Unterhaltsleistungen: Ab 2025 nur noch Banküberweisung zulässig
Ab dem 1. Januar 2025 müssen Unterhaltsleistungen an bedürftige Personen ausschließlich per Banküberweisung erfolgen, um steuerlich anerkannt zu werden. Was das für Sie bedeutet und welche Ausnahmen gelten, erfahren Sie hier.
Nahrungsergänzungsmittel und Diätkost: Wann sind sie steuerlich absetzbar?
Aufwendungen für eine medizinisch notwendige Diät oder für ärztlich verordnete Nahrungsergänzungsmittel können für Betroffene erheblich sein. Dennoch sind solche Ausgaben steuerlich meist nicht absetzbar, selbst wenn sie im Zusammenhang mit einer Krankheit stehen und eine medikamentöse Behandlung ersetzen.










