Der steuerfreie Zuschuss für Betreuungskosten durch den Arbeitgeber ist eine steuerliche Möglichkeit, die viele Arbeitnehmer noch nicht kennen. Dabei können Arbeitgeber ihren Beschäftigten unter bestimmten Voraussetzungen bis zu 600 Euro pro Jahr steuerfrei für kurzfristige Betreuungsleistungen erstatten. Ziel dieser Regelung ist es, die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu verbessern. Gerade wenn unerwartet ein zusätzlicher Betreuungsbedarf entsteht – etwa bei Krankheit eines Kindes oder wegen außergewöhnlicher Arbeitszeiten – kann der Arbeitgeber unterstützend eingreifen, ohne dass für den Arbeitnehmer Lohnsteuer anfällt.
Kinderbetreuungskosten: Haushaltszugehörigkeit nach wie vor entscheidend
Kinderbetreuungskosten können steuerlich als Sonderausgaben abgezogen werden. Seit dem Veranlagungszeitraum 2025 ist der Vorteil größer: 80 Prozent der Aufwendungen, maximal 4.800 Euro pro Kind und Jahr, sind abziehbar. Bis einschließlich 2024 waren zwei Drittel der Aufwendungen, höchstens 4.000 Euro pro Jahr, abzugsfähig.
Eine zentrale Voraussetzung bleibt jedoch unverändert: Für den Abzug der Kinderbetreuungskosten muss das Kind zum Haushalt des Steuerpflichtigen gehören. Das ist in der Praxis besonders wichtig, wenn Eltern getrennt leben oder das Kind im Wechselmodell betreut wird.
Aktivrente: FAQ des Finanzministeriums im Überblick
Die Aktivrente soll älteren Menschen einen steuerlichen Anreiz geben, nach Erreichen der Regelaltersgrenze freiwillig weiterzuarbeiten. Seit 2026 gilt dafür eine Steuerbefreiung: Ein Teil des Arbeitslohns bleibt steuerfrei. Das Bundesministerium der Finanzen (BMF) hat hierzu einen Fragen-Antworten-Katalog veröffentlicht, der wichtige Praxisfragen klärt. Für Arbeitnehmer im Rentenalter kann die Aktivrente damit eine interessante Möglichkeit sein, zusätzliches Einkommen steuerlich begünstigt zu erhalten.
Elektroauto-AfA für Gebrauchtwagen bestätigt – was Unternehmer jetzt wissen müssen
Die Elektroauto-AfA für Gebrauchtwagen sorgt seit ihrer Einführung für Aufmerksamkeit. Denn mit § 7 Abs. 2a EStG hat der Gesetzgeber eine besonders schnelle Abschreibung für rein elektrisch betriebene Fahrzeuge geschaffen. Lange war offen, ob diese Sonderabschreibung nur für Neufahrzeuge gilt. Nun ist klar: Auch gebrauchte Elektrofahrzeuge können profitieren – mit erheblichem steuerlichem Effekt für Unternehmer.
Minijobs: Unschädliches Überschreiten der Geringfügigkeitsgrenze
Unschädliches Überschreiten der Geringfügigkeitsgrenze ist für viele Minijobber und Arbeitgeber ein zentrales Thema, insbesondere wenn es zu ungeplanten Mehrarbeitszeiten oder Sonderzahlungen kommt. Gerade im Jahr 2026, in dem die Minijobgrenze dynamisch an den Mindestlohn gekoppelt ist, sorgt diese Sonderregelung häufig für Unsicherheit. Der folgende Beitrag erklärt verständlich, wann ein Überschreiten erlaubt ist, wann nicht – und worauf in der Praxis besonders zu achten ist.
Pflege-Pauschbetrag nachträglich beantragen: Bescheid ändern lassen
Wie kann man den Pflege-Pauschbetrag nachträglich beantragen – für viele pflegende Angehörige ist genau das ein wichtiges Thema. Denn häufig wird erst Jahre später klar, dass für die unentgeltliche Pflege eines Angehörigen ein steuerlicher Pauschbetrag hätte geltend gemacht werden können. Besonders ärgerlich wird es, wenn der Einkommensteuerbescheid bereits bestandskräftig ist. Lange galt: Zu spät ist zu spät. Doch eine aktuelle Entscheidung des Finanzgerichts Düsseldorf bringt Bewegung in diese Frage.
Doppelte Haushaltsführung: Stellplatzkosten zusätzlich absetzbar
Wer aus beruflichen Gründen einen zweiten Haushalt am Beschäftigungsort führt, kann viele der entstehenden Mehrkosten steuerlich geltend machen. Besonders relevant ist dabei die doppelte Haushaltsführung, denn hier lassen sich Unterkunftskosten grundsätzlich als Werbungskosten abziehen. Allerdings greift seit Jahren eine klare Begrenzung: Für die Unterkunft am Beschäftigungsort sind monatlich höchstens 1.000 Euro abziehbar.
Umso wichtiger ist ein aktuelles Urteil des Bundesfinanzhofs, das für Klarheit sorgt. Denn nicht alle Kosten rund um die Zweitwohnung fallen unter diese Grenze. Stellplatzkosten gehören ausdrücklich nicht dazu.
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Neue Düsseldorfer Tabelle 2026 für Trennungskinder
Leben Eltern getrennt, stellt sich schnell die Frage nach dem Kindesunterhalt für Trennungskinder. Maßgeblich ist dabei die neue Düsseldorfer Tabelle 2026 für Trennungskinder, die bundesweit als wichtigste Orientierung für die Höhe des Kindesunterhalts gilt. Zwar hat die Tabelle keine Gesetzeskraft, sie wird jedoch von den Familiengerichten flächendeckend angewendet und sorgt für einheitliche Maßstäbe.
Gesundheitsförderung: Training ohne Berufsbezug nicht begünstigt?
Gesundheitsangebote des Arbeitgebers liegen im Trend. Viele Unternehmen investieren in Kurse zu Bewegung, Ernährung oder mentaler Gesundheit. Steuerlich ist dabei jedoch entscheidend, ob und in welchem Umfang solche Maßnahmen zu Gesundheitsförderung begünstigt sind. Aktuell sorgt ein Urteil des Finanzgerichts Nürnberg für Klarheit – und für neue Unsicherheit, denn der Bundesfinanzhof muss noch entscheiden.
Steuererklärung 2025: Bearbeitung durch das Finanzamt beginnt Mitte März
Viele Steuerzahler sind jedes Jahr früh dran und reichen ihre Steuererklärung möglichst gleich zu Jahresbeginn ein. Auch die Steuererklärung 2025 kann bereits seit dem 1. Januar 2026 abgegeben werden. Dennoch führt eine frühe Abgabe nicht automatisch zu einer schnellen Steuererstattung. Denn die Bearbeitung der Steuererklärung 2025 durch das Finanzamt startet bundesweit erst Mitte März 2026. Wer das weiß, kann unnötige Nachfragen und falsche Erwartungen vermeiden.
Investmenterträge: Vorabpauschale für thesaurierende Fonds 2025 und 2026
Die Vorabpauschale für thesaurierende Fonds 2025 und 2026 betrifft viele Anleger, die in Investmentfonds investieren, ohne regelmäßige Ausschüttungen zu erhalten. Auch wenn kein Geld auf dem Konto eingeht, kann dennoch Steuer anfallen. Der Gesetzgeber möchte damit sicherstellen, dass laufende Erträge aus Fonds nicht dauerhaft steuerfrei bleiben. Wie die Vorabpauschale funktioniert, wer betroffen ist und wie hoch sie in den Jahren 2025 und 2026 ausfällt, erklärt dieser Beitrag verständlich und praxisnah.,









