Wer seine Steuererklärung nicht oder nicht fristgemäß einreicht, muss damit rechnen, dass das Finanzamt einen Verspätungszuschlag festsetzt (§ 152 AO). Bei jährlich abzugebenden Steuererklärungen beträgt dieser für jeden angefangenen Monat der Verspätung 0,25 Prozent der festgesetzten Steuer, mindestens jedoch 25 Euro. Doch kann auch ein Verspätungszuschlag trotz Erstattung festgesetzt werden? Der Bundesfinanzhof hat diese Frage nun bejaht.
Kategorie: Steuer-Nachrichten
Kindergeld nach Studienabbruch: Rückforderung trotz Unwissen der Eltern
Nicht immer wissen Eltern genau, ob ihr volljähriges Kind noch studiert, eine Ausbildung macht oder nach einem Studien- oder Ausbildungsplatz sucht. Besonders schwierig wird es, wenn der Kontakt zum Kind abgebrochen ist. Wird weiterhin Kindergeld gezahlt, kann dies später zu einer Rückforderung führen. Denn Kindergeld nach Studienabbruch gibt es nicht allein deshalb weiter, weil die Eltern vom Abbruch nichts wussten.
Korrekte Rechnung bei Handwerkerleistungen: Anspruch auf Berichtigung
Aufwendungen für Handwerkerleistungen im Zusammenhang mit der selbst genutzten Wohnung sind bis zu 6.000 Euro im Jahr steuerlich begünstigt. Davon können 20 Prozent, also höchstens 1.200 Euro, direkt von der Steuerschuld abgezogen werden (§ 35a Abs. 3 EStG).
Menüschecks und Essenszuschüsse: Wichtige Fragen für 2026
Viele Arbeitgeber gewähren ihren Mitarbeitern Zuschüsse zu Mahlzeiten in Form von Restaurantschecks oder Essenmarken, auch Menüschecks genannt. Die Zuschüsse können als Papier- oder digitale Essenmarken, beispielsweise per App, ausgegeben werden. Arbeitnehmer können sie für ihre arbeitstägliche Verpflegung etwa in Gaststätten, Restaurants, Bäckereien, Metzgereien sowie Lebensmittel- und Feinkostgeschäften einlösen.
Stromkosten beim Elektro-Dienstwagen: Wichtige FAQs seit 2026
Steht einem Arbeitnehmer ein Firmenwagen auch zur privaten Nutzung zur Verfügung, muss er dafür einen geldwerten Vorteil versteuern. Elektrofahrzeuge und bestimmte Hybridelektrofahrzeuge sind dabei steuerlich begünstigt, weil der steuerpflichtige geldwerte Vorteil deutlich geringer ausfallen kann als bei Fahrzeugen mit reinem Verbrennungsmotor.
Doppelte Haushaltsführung bei Selbständigen: Was beim Kunden zählt
Ein Auftrag in einer anderen Stadt, eine kleine Wohnung vor Ort und regelmäßige Fahrten nach Hause: Auch Selbständige können einen betrieblich veranlassten zweiten Haushalt führen. Bei der doppelten Haushaltsführung bei Selbständigen kommt es steuerlich jedoch entscheidend darauf an, wo sich der Schwerpunkt der gesamten betrieblichen Tätigkeit befindet. Das hat der Bundesfinanzhof (BFH) mit Urteil vom 19.05.2026, VIII R 15/24, klargestellt.
BEA-Freibetrag: Wann die Betreuung durch Großeltern nicht zählt
Beim BEA-Freibetrag kann die Betreuung durch Großeltern nach einer Trennung steuerlich entscheidend sein. Sie zählt aber nicht automatisch als Betreuung durch deren Sohn oder Tochter. Der Bundesfinanzhof hat klargestellt: Organisiert ein Elternteil die Betreuung durch Dritte ohne Mitwirkung des anderen Elternteils, kann dieser sich die Betreuungszeiten nicht allein wegen der familiären oder räumlichen Nähe zurechnen lassen.
Kindergeld ohne Antrag: Was der Bundestagsbeschluss vorsieht
Kindergeld ohne Antrag – das soll nach einer Geburt künftig in geeigneten Fällen möglich werden. Der Bundestag hat die Reform am 9. Juli 2026 beschlossen. Wichtig ist aber der aktuelle Rechtsstand: Am 22. September 2026 ist die Änderung noch nicht geltendes Recht. Das Gesetz befindet sich im Bundestag/Bundesrat-Verfahren; die Zustimmung des Bundesrates und die Verkündung stehen noch aus.
Rentenbesteuerung 2025: Immer mehr Rentenleistungen sind steuerpflichtig
Die Rentenbesteuerung 2025 betrifft einen wachsenden Teil der Altersbezüge. Im Jahr 2025 erhielten in Deutschland rund 22,5 Millionen Menschen Rentenleistungen in Höhe von insgesamt rund 423 Milliarden Euro. Davon entfielen 304 Milliarden Euro beziehungsweise 72 % auf steuerpflichtige Einkünfte.
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Aussetzungszinsen verfassungswidrig? FG Münster zweifelt an 6 Prozent Zinsen
Wer gegen einen Steuerbescheid Einspruch einlegt oder klagt, muss die festgesetzte Steuer grundsätzlich trotzdem zunächst zahlen. Das gilt auch dann, wenn noch nicht endgültig feststeht, ob der Bescheid richtig ist.
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Kapitalabfindung einer Direktversicherung: Keine Fünftelregelung
Wer sich eine betriebliche Direktversicherung als Einmalbetrag auszahlen lässt, muss häufig mit einer hohen Steuerbelastung rechnen. Die Kapitalabfindung einer Direktversicherung ist grundsätzlich voll steuerpflichtig, wenn die Beiträge während der Ansparphase nach § 3 Nr. 63 EStG steuerfrei waren.
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