Die Kapitalabfindung für Direktversicherung bleibt steuerlich umstritten. Viele Arbeitnehmer haben über Jahre Beiträge in eine Direktversicherung eingezahlt und rechnen im Ruhestand mit einer planbaren Auszahlung. Kommt es statt einer laufenden Rente zu einer Einmalzahlung, folgt jedoch oft die steuerliche Ernüchterung: Die Kapitalleistung ist regelmäßig voll zu versteuern. Zusätzlich kann sie in der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung beitragspflichtig sein.
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Schlagwort: Einkommensteuer
Verlustverrechnung bei Kapitalanlagen: BFH lehnt Steuererlass trotz hoher Verluste ab
Die Verlustverrechnung bei Kapitalanlagen sorgt seit Jahren für Diskussionen. Besonders problematisch wird es, wenn Anleger zwar hohe Verluste aus spekulativen Geschäften erleiden, diese steuerlich aber nicht unmittelbar mit anderen Einkünften verrechnen dürfen. In solchen Fällen kann es vorkommen, dass trotz erheblicher Vermögensverluste weiterhin Einkommensteuer auf andere Einkünfte zu zahlen ist.
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Unterhalt an Schwiegereltern steuerlich absetzen: Wann Unterstützungsleistungen anerkannt werden
Viele Steuerzahler unterstützen nicht nur ihre eigenen Eltern finanziell, sondern auch die Eltern ihres Ehepartners. Dabei stellt sich häufig die Frage, ob sich der Unterhalt an Schwiegereltern steuerlich absetzen lässt. Die gute Nachricht: Unter bestimmten Voraussetzungen können entsprechende Unterstützungsleistungen als außergewöhnliche Belastungen in der Steuererklärung berücksichtigt werden.
Entscheidend ist jedoch, dass die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt sind und die unterstützten Schwiegereltern nur über geringe eigene Einkünfte und Vermögenswerte verfügen.
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Dienstreise mit Privatwagen trotz Firmenwagen: Kein Werbungskostenabzug möglich
Wer für berufliche Reisen seinen privaten Pkw nutzt, kann die Fahrtkosten grundsätzlich als Werbungskosten geltend machen. Das gilt entweder mit der Kilometerpauschale von 0,30 Euro je gefahrenem Kilometer oder unter bestimmten Voraussetzungen mit den tatsächlichen Fahrzeugkosten. Anders kann die steuerliche Beurteilung jedoch ausfallen, wenn dem Arbeitnehmer bereits ein Firmenwagen für dienstliche Fahrten zur Verfügung steht. Das aktuelle Urteil des Bundesfinanzhofs zeigt: Eine Dienstreise mit Privatwagen trotz Firmenwagen kann dazu führen, dass die entstandenen Kosten steuerlich überhaupt nicht berücksichtigt werden.
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Vorabanforderung der Steuererklärung: Finanzamt muss Aufforderung begründen
Wer seine Steuererklärung von einem Steuerberater oder einem Lohnsteuerhilfeverein erstellen lässt, hat grundsätzlich mehr Zeit für die Abgabe. Trotzdem kann das Finanzamt in bestimmten Fällen eine Vorabanforderung der Steuererklärung aussprechen und die Erklärung früher verlangen. Ein aktueller Gerichtsbescheid des Finanzgerichts Köln zeigt jedoch: Eine solche Aufforderung darf nicht nur pauschal mit dem Gesetz begründet werden.
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Kosten einer Privatklinik steuerlich absetzen: Medizinische Notwendigkeit ist entscheidend
Wer die Kosten einer Privatklinik steuerlich absetzen möchte, muss hohe rechtliche Anforderungen erfüllen. Dies gilt insbesondere für Behandlungen in Kliniken, die nicht über eine sozialversicherungsrechtliche Zulassung verfügen. In diesen Fällen lehnen gesetzliche Krankenkassen die Kostenübernahme häufig ab. Ob die Aufwendungen dennoch als außergewöhnliche Belastung nach § 33 EStG berücksichtigt werden können, hängt maßgeblich von der medizinischen Notwendigkeit der Behandlung ab.
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Russische Staatsanleihen: Warum ein Verlustabzug 2022 steuerlich nicht möglich ist
Viele Anleger konnten im Jahr 2022 nicht mehr auf ihre russischen Wertpapiere zugreifen. Aufgrund der Sanktionen infolge des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine waren zahlreiche russische Staatsanleihen sowie sogenannte ADR- und GDR-Hinterlegungsscheine faktisch nicht mehr handelbar. Die betroffenen Wertpapiere verloren erheblich an Wert oder wurden von Banken sogar mit null Euro bewertet.
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Dienstwagen und Homeoffice: Wann die Einzelbewertung beim Firmenwagen Steuern spart
Die Einzelbewertung beim Firmenwagen kann für Arbeitnehmer einen spürbaren Steuervorteil bringen. Besonders interessant ist sie für Beschäftigte, die ihren Dienstwagen zwar privat nutzen dürfen, aber nur selten zur ersten Tätigkeitsstätte fahren – etwa wegen Homeoffice, Außendienst, Teilzeit oder häufiger Dienstreisen.
Vielpendler-Option bei doppelter Haushaltsführung: Eine oft übersehene Steuerchance
Die Vielpendler-Option kann für Arbeitnehmer interessant sein, die beruflich einen zweiten Haushalt führen und deutlich häufiger als einmal pro Woche nach Hause fahren. Statt nur eine Familienheimfahrt pro Woche anzusetzen, können dann sämtliche Heimfahrten steuerlich berücksichtigt werden. Dafür müssen jedoch andere Werbungskosten entfallen.
Rundfunkbeitrag steuerlich absetzen: Neues Musterverfahren sorgt für Diskussionen
Ob der Rundfunkbeitrag steuerlich absetzbar ist, beschäftigt aktuell die Finanzgerichte. Bislang gilt: Privatpersonen können den Rundfunkbeitrag grundsätzlich nicht als Werbungskosten, Sonderausgaben oder außergewöhnliche Belastungen geltend machen. Nun unterstützt der Bund der Steuerzahler ein Musterverfahren vor dem Finanzgericht Mecklenburg-Vorpommern.
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Vergessene Verluste bei Kapitaleinkünften: BFH prüft strenge Rechtsprechung
Wer Verluste aus Kapitalanlagen steuerlich nutzen möchte, muss bei der Steuererklärung äußerst sorgfältig vorgehen. Das zeigt ein aktueller Streitfall zu sogenannten vergessenen Verlusten bei Kapitaleinkünften. Mehrere Finanzgerichte vertreten derzeit die Auffassung, dass einmal bescheinigte, aber nicht erklärte Verluste endgültig verloren sein können. Nun muss der Bundesfinanzhof entscheiden, ob diese strenge Sichtweise Bestand hat.










